+++++ Elben +++++

Radagast der Braune

Rúmil von Lothlórien

Tom Bombadil & Goldbeere

Glorfindel of Rivendel

Galadriel

Mirkwood Elvenarcher

Elladan & Elrohir

Zur gleichen Stunde, da Varda, die Herrscherin des Himmels, die Sterne über Mittelerde entzündete, erwachten die Kinder Erus am see von Cuiviénen, dem “Wasser des Erwachens”. Dies waren die Quendi, die wir Elben nennen, und als sie eintstanden, war das erste, das sie erblickten, das Licht der neuen Sterne. So kam es, dass die Elben von allen Dingen das Sternenlicht am meisten lieben und von allen Valar Varda, die sie Elentári nennen, die Königin der Sterne, am tiefsten verehren. Und als das neue Licht bei ihrem Erwachen in die Augen der Elben trat, blieb es dort, so dass es fortan immer aus diesen Augen leuchtete.

So schuf Eru, der Eine, den die Erdgeborenen als Ilúvatar kennen, die schönste und klügste Rasse, die es je gab. Ilúvatar gebot, dass die Elben mehr Schönheit als jedes andere irdische Geschöpf haben und schaffen sollten. Sie sollten größeres Glück und tieferes Leid erfahren, untsterblich und alterlos sein, so dass sie so lange lebten wie die Erde selber. Sie sollten keine Krankheiten und keine Seuchen kennen. Aber ihre Körper sollten von gleicher Substanz wie die Erde sein, so dass sie im Kriege durch Feuer oder Stahl getötet werden und sogar an tiefem Gram sterben können.

An der Größe ihres Leibes sollten sie den Menschen gleichen, die erst noch erschaffen werden mussten, aber sie sollten stärker an Geist und Körper sein und nicht mit zunehmendem Alter schwächer werden, nur klüger und schöner.

Obgleich sie bei weitem nicht die Macht besitzten wie die göttergleichen Valar, sind sie ihnen doch ähnlicher als die Zweitgeborenen, die Menschen. Es wird gesagt, dass Elben immer von einem Licht umgeben sind, welches wie der Schimmer des Mondes ist, wenn er sich über den Rand der Erde erhebt. Ihr Haar ist wie gesponnenes Gold oder gewirktes Silber, und immer ist Sternenlicht um sie, in ihren Augen, auf ihrem Haar, ihren seidenen Gewändern und ihren mit Juwelen geschmückten Händen. Der Klang ihrer Stimmen ist melodiös und schön und sanft wie fliessendes Wasser. Von allen Künsten beherrschen sie am besten die Sprache, der Musik und der Dichtung. Elben waren die ersten auf Erden, die mit Stimmen reden konnten, und kein irdisches Geschöpf vor ihnen konnte singen. So nennen sie sich mit Recht die Quendi, was “Die Sprechenden” bedeutet, und alle auf Erden, die sich mit ihren Stimmen verständigen können, haben das von ihnen gelernt.

Im Ersten Zeitalter der Sterne, nach dem Fall Utumnos und dem Sieg über Melkor, den Dunklen Feind, riefen die Valar die Elben in die Unsterblichen Lande des Westens. Das war noch vor dem Aufgang der Sonne und des Mondes, als nur die Sterne Mittelerde erleuchteten; und die Valar wollten mit ihrer Einladung die Elben von der Dunkelheit und dem Bösen schützen, das Melkor zurückgelassen hatte.

Und so bereiteten sie ihnen in den Unsterblichen Landen  hinter dem Westlichen Meer einen Ort, den sie Eldamar nannten, das heisst “Elbenheim”, und bestimmten, dass hier die Elben Städte errichten sollten mit Kuppeln aus Silber, Strassen aus Gold und Treppen aus Kristall.

Doch nicht alle Elben wollten Mittelerde verlassen und im Ewigen Licht der Unsterblichen Lande leben. Diejenigen, die die Einladung der Valar annahmen und nach Westen zogen, wurden die Eldar genannt, das “Volk der Sterne”. Diejenigen jedoch, die aus Liebe zum Licht der Sterne in Mittelerde blieben, wurden die Avari, “Die Widerstrebenden”, genannt. Obgleich sie wie alle Elben die Wege der Natur kannten und unsterblich waren, waren sie von geringerem Rang. Sie blieben hauptsächlich in den östlichen Landen, wo die Macht Melkors am stärksten war., und so schwanden sie im Laufe der Jahre dahin.

Die Eldar waren auch bekannt als das Volk der Grossen Reise, denn sie wanderten viele Jahre hindurch über die welosen Länder Mittelerdes zum Grossen Meer. Diese Elben bestanden aus drei Geschlechern, die von drei Königen beherrscht wurden. Das erste war das Geschlecht der Vanyar unter ihrem König Ingwe, das zweite das der Noldor mit ihrem Herrscher Finwe und das dritte das der Teleri unter ihrem König Elwe Singollo. Die Noldor und di e Vanyar erreichten Belegaer, das Grose Meer des Westens, lange vor den Teleri; Ulmo, der Herr des Wassers, kam zu ihnen und setzte sie auf eine Insel, die wie ein riesiges Schiff war. Dann fuhr er mit den beiden Elbenscharen über das Meer in die Unsterblichen Lande nach Eldamar, das Land, das die Valar für sie bereitet hatten.

Das Schicksal der Teleri war anders als das iherer Artverwandten, und sie spalteten sich in mehrere Rassen auf. Da die Teleri die zahlreichsten ihrer Art waren, dauerte ihre Wanderung am längsten. Viele gaben die Reise unterwegs auf, so die nandor, die Laiquendi, die Sindar und die Falathrim. Elwe, der Hochkönig, verliebte sich in die Maia Melian und bleib auf Mittelerde. Doch die meisten seines Volkes zogen weiter nach Westen, nachdem sie seinen Bruder Olwe zum König gemacht hatten, und erreichten das Grosse Meer. Dort erwartete sie Ulmo, der sie nach Eldamar brachte.

Im eldamar errichteten die Vanyar und Noldor eine grosse Stadt namens Tirion auf dem Hügel von Túna, während die Teleri an der Küste den Schwanenhafen bauten, der in ihrer Sprache Alqualonde heisst. Diese Elbenstädte waren die schönsten der Welt.

Auf Mittelerde wurden die Sindar (welche die Menschen Grau-Elben nannten) durch die Lehren und das Lich der Maia Melian mächtiger als alle anderen Elben in den Ländern der Sterblichen und gründeten ein verzaubertes Königreich im Wald von Doriath. Mit Hilfe der Zwerge der Blauen Berge erbauten die Sindar die Tausend Grotten von Menegroth, eine Stadt unter einem Berg, deren Hallen wie ein Wald gestaltet waren. Nachtigallen sangen hier, und das Wasser floss aus silbernen Brunnen.

Die waren die grossen Zeitalter der Elben, sowohl auf Mittelerde als auch in den Unsterblichen Landen. Während dieser Jahre schuf der Noldor-Fürst Feanor die Silmaril, drei Edelsteine, die mit dem Licht der Bäume der Valar leuchteten. Doch zugleich trugen die Lügen, die Melkor ausgesäht hatte, Früchte, so dass Streit und Hader entbrannte. Mit der Grossen Spinne Ungoliath zerstörte Melkor die Bäume, und ihr Lich verschwand für immer aus den Unsterblichen Landen. Während der Langen Nacht, die darauf folgte, stahl Melkor die Silmaril, floh mit Ungoliath über die Halcaraxe, das “Malm-Eis” , und kehrte nach Mittelerde zurück, um sich in die Dunklen Höhlen seiner Festung Angband zu  vergraben.

Feanor schwor Rache, und die Noldor verfolgten Melkor in die Aussenlande. Doch luden sie dabei einen Fluch auf sich, denn sie raubten die Schwanenschiffe der Teleri in Alqualonde und erschlugen ihre Artverwandten. Die war der erste Sippenmord unter Elben. Mit den Schiffen der Teleri segelte Finwe und sein Volk über das Grosse Meer Belegaer, während ein anderer Stamm der Noldor unter Fingolfin es wagte, die Helcaraxe zu Fuss zu überqueren.

Wie die “Quenta Silmarillion” berichet, began damit der Juwelenkrieg. Die Noldor bekämpften Melkor und nannten ihn Morgoth, den “Dunklen Feind der Welt”. Es war ein schrecklicher Krieg, den nur wenige der Eldar auf Mittelerde überlebten. Schliesslich kamen ihnen die Valar und viele der Eldar der Unsterblichen Lande zu Hilfe, und in diesem Krieg des Zorns wurde Melkor für immer vernichtet. Aber auch Beleriand wurde zerstört und versank in den Fluten des Meeres. Damit verschwanden die grossen Elbenreiche in den Aussenlanden sowie die prächtigen Städte Menegroth, Nargothrond und Gondolin. Nur ein kleiner Teil von Ossiriand, Lindon, das letzte Reich der Elben auf Mittelerde im Zweiten Zeitalter der Sonne, überstand die Verheerung. Die meisten Elben, die den Krieg des Zorns überlebt hatten, kehrten nach Westen zurück und wurden mit den weissen Schiffen der Teleri nach Tel Eressea in der Bucht von Eldamar gebracht. Dort errichteten sie den Hafen von Avallóne. Und die Menschen, die die Eldar gegen Morgoth unterstützt hatten, zogen auf die ihnen von den Valar gestiftete Insel Númenor.

Doch immer noch blieben einige Eldar auf Mittelerde zurück. Einer von ihnen war Gil-galad, der letzte Hochkönig der Elben in den Aussenlanden. Seine Herrschaft erstreckte sich über das ganze Zweite Zeitalter der Sonne, während sein Reich  Lindon bis ins Vierte Zeitalter überdauerte. Friede herrschte in den Jahren des Zweiten Zeitalters. Einige Noldor- und Sindar-Herrscher schlossen sich den Wald-Elben an und erreichten neue Reiche: Thranduil machte den Grossen Grünwald zu seinem Waldland-Reich, und Celeborn und Galadriel herrschten über Lothlórien, den Goldenen Wald. Die bedeutendste Eldar-Kolonie jener Zeit war Eregion, das Menschen Hulsten nannten, und dorthin zogen sich viele der edelsten Noldor zurück. Sie wurden Gwaith-i-Mírdain genannt, das Volk der Juwelenschmiede. Zu ihnen kam eines Tages der Maia Sauron, ein Diener Morgoths, in Verkleidung. Celebrimbor, der größte Elbenschmied auf Mittelerde und Enkel Feanors, des Schöpfers der Silmaril, lebte in Hulsten. Mit seiner Hilfe wurden die Ringe der Macht geschmiedet, während Sauron den Einen Ring schuf und damit die Elben betrog.

Die aus diesem Verrat folgenden Kriege waren fürchterlich. Celebrimbor wurde getötet und sein Land zerstört. Gil-galad schickte von Lindon Elrond und viele Krieger aus, um die Bewohner von Eregion zu unterstützen. Die Elben, die den Untergang Eregions überlebten, flohen nach Imladris (das im Dritten Zeitalter Bruchtal genannt wurde) und machten den Halb-Elben Elrond zu ihrem König. Doch während die Elben nicht stark genug waren, die Herrschaft Saurons zu brechen, solange er im Besitz des Einen Ringes war, waren ihre Verbündeten, die Númenórer, immer mächtiger geworden. Sie landeten mit ihren Schiffen in Lindon und vertrieben den Dunklen Herrscher aus den Ländern des Westens. In späterer Zeit kamen sie noch einmal zurück, nahmen Sauron gefangen und brachten ihn in Ketten auf ihre Insel.

Dort blieb er, bis Númenór von den Fluten des Grossen Meeres verschlungen wurde. Die Welt wandelte sich, und die Unsterblichen Lande wurden ohren Sohären entrückt, so dass sie nur noch von den weissen Schiffen der Elben erreicht werden konnten.

Doch Sauron hatte den Untergang Númenórs überlebt und war in sein Reich Mordor zurückgekehrt. Um ihm zu begegnen, wurde das Letzte Bündnis zwischen Elben und Menschen geschlossen.Gemeinsam eroberten sie Mordor, brachen seine Festung Barad-dûr und nahmen Sauron den Ring ab. Mitsamt seinen Dienern verschwand er in der Dunkelheit; doch auch Gil-galad, der letze Hochkönig der Elben auf Mittelerde, wurde - wie fast alle Fürsten der Númenórer - getötet.

Nur wenige der Eldar blieben auf Mittelerde, dessen Länder mehr und mehr in den Besitz der Menschen übergingen. Lindon entzog sich weitgehend den kriegerischen Auseinandersetzungen des Dritten Zeitalters, doch Círdan, der herr der Grauen Anfurten, genoss weiterhin hohes Ansehen. Dann schickte Sauron noch einmal seine Ringgeister, die Nazgûl, ins Land. So mussten die Elben und die Nachkommen der Númenórer abermals gegen ihn Krieg führen. Bei diesen Kämpfen, dem Ringkrieg, wurde der Eine Ring vernichtet, Mordor fiel erneut, und Sauron und seine Diener verloren für immer ihre Macht über Arda. Im Vierten Zeitalter, der Zeit der Vorherrschaft der Menschen, verliessen die letzten Eldar mit den weissen Schiffen Círdans Mittelerde, um auf dem Geraden Weg in die Unsterblichen Lande zu segeln.