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Morgul Ork (Kazms Online-Custom)

+ Mordor Pfeilschleuder von robbitobbi

Im Ersten Zeitalter zog sich Melkor in die tiefsten Höhlen von Utumno zurück und schuf aus der gerade entstandenen Rasse der Elben durch unvorstellbare Akte der Grausamkeit und Zauberei schreckliche neue Lebensformen, die im gleichen Maße abstossend wie die Elben anziehend waren.
Dies waren die Orks, deren einzige Freude darin bestand, andere zu quälen, denn das Blut, das in ihnen floss, war schwarz und kalt. Es waren gedrungene, kurzbeinige, gebeugt gehende Geschöpfe. Ihre Arme waren lang und stark und ihre Haut war schwarz wie vom Feuer gesengtes Holz. Die spitzen Fänge in ihren breiten Mäulern waren gelb, ihre Zungen rot und dick und ihre Nüstern platt. Ihre Lider glichen engen Schlitzen, hinter denen die Augen wie glühende Kohlen brannten.
Die Orks waren wilde Krieger, denn mehr noch als ihre Feinde fürchteten sie ihre Herren und zogen nicht selten den Tod den Qualen des Orklebens vor. Sie waren Kannibalen, und oft trieften ihre Klauen und Fänge von dem Blut ihrer eigenen Artgenossen. Sie scheuten das Licht, denn es schwächte ihre Lebenskraft und konnte sie versengen. Sie konnten in der Nacht sehen und bewohnten die dunkelsten Höhlen und Bergminen. Kein anderes Wesen auf Arda vermehrte sich so rasch wie sie. Am Ende des Ersten Zeitalters, als der Krieg des Zorns entbrannt war, kamen die Valar nach Utumno und öffneten seine Verließe. Sie banden Melkor mit einer eisernen Kette und vernichteten seine Diener, darunter die meisten Orks.
In den folgenden Zeitaltern unternahmen die Elben ihre grosse Wanderung, und obgleich Orks an dunklen Orten in Mittelerde lebten, wagten sie sich nicht offen hervor. So berichten die Erzählungen der Elben erst im Vierten Zeitalter der Sterne wieder von ihnen.
Damals kamen Scharen von Orks aus Angband, durch Stahlpanzer und eiserne Helme geschützt und mit Krummschwertern, vergifteten Dolchen, Pfeilen und breiten Schwertern bewaffnet. Zusammen mit Wölfen und Werwölfen drangen sie in Beleriand ein, wo Melian und Thingol über das Königreich der Sindar herrschten. Da die Elben damals noch keine stählernen Waffen kannten, wandten sie sich mit der Bitte an die Zwergenschmiede, ihnen solche zu schaffen. Danach gelang es ihnen, die Orks zu vertreiben.
Doch als Melkor in die Höhlen von Angband zurückkehrte, rüstete er die Orkheere wieder auf und zog mit ihnen in den Krieg. Im Tal des Flusses Gelion trafen sie auf die Grauelben Thingols und die Grünelben Denethors und wurden von ihnen vernichtend geschlagen. Aber ein zweites Orkheer überfiel die westlichen Lande von Beleriand und belagerte die Falas, ohne freilich die Städte der Falthrim einnehmen zu können. So vereinigte sich dieses zweite Heer mit einem dritten Orkheer und setzte sich nach Norden in Bewegung, um gegen die Noldor-Elben zu Felde zu ziehen. Diese waren den Orks jedoch in jeder Hinsicht gewachsen, und obgleich König Feanor dabei den Tod fand, wurden die beiden Heere Melkors völlig aufgerieben.
Als die Sonne über Arda aufging, verscheuchte ihr Licht zunächst die Orks. Bald jedoch sammelten sie sich wieder im Schutze der Dunkelheit, um abermals - in der Ruhmreichen Schlacht - geschlagen zu werden. Aber durch dunkle Zauberkräfte züchtete Melkor weitere Orks - zusammen mit Drachen, Balrogs, Trollen und Werwölfen. Mit dieser mächtigen Streitkraft zog er in die Schlachten des Jähen Feuers und vernichtete das Heer der Elbenfürsten. Tol Sirion fiel, und die Königreiche von Hithlum, Mithrim, Dor-Lómin und Dorthonion wurden überrannt. In der Schlacht der Ungezählten Tränen wurden zahllose Edain und Elben getötet. Nach der Schlacht von Tumhalad wurde Nargothrond geplündert. Menegroth wurde zweimal überrannt und das Land der Grauelben völlig verwüstet. Schliesslich fiel auch Gondolin, das verborgene Königreich.
Doch die Schrecken jenes Zeitalters fanden ein Ende, als die Valar, die Maia, die Vanya und die Noldor von Tirion aus den Unsterblichen Landen herbeieilten und sich in der grossen Schlacht vereinten. Angband wurde zerstört, ganz Beleriand versank im Meer, und Melkor für immer der Leere überantwortet.
Doch die Orks überlebten, denn viele von ihnen verargen sich in den dunklen Höhlen unter den Bergen und Hügeln. Schliesslich scharten sie sich um Melkors Statthalter Sauron, den sie nun als ihren Herren anerkannten.  Sie dienten ihm in den vielen Kriegen, die er gegen die Elben führte, bis das Zweite Zeitalter mit dem Krieg des Letzten Bundes und dem Fall Mordors endete. Herrenlos durchstreiften die Orks, die dem Zusammenbruch entkommen konnten, jahrhundertelang das Land, bis Sauron in der Gestalt eines grossen Auges wieder erschien.
Abermals wuchs ihre Macht, zunächst im Düsterwald, dann im Nebelgebirge. Im Jahre 1300 des Dritten Zeitalters tauchten die Nazgul wieder in Mordor und im Reiche von Angmar im nördlichen Beleriand auf und scharten neue Orkheere um sich. Nach sechs Jahrhunderten des Schreckens fiel Angmar, aber das böse Reich von Minas Morgul erhob sich in Gondor, und dort sammelten sich in den nächsten tausend Jahren die Orks aus dem Düsterwald, dem Nebelgebirge und dem dunklen Reich Mordor. Zu jener Zeit schuf Sauron eine neue, grössere Rasse von Orks, die Uruk-Hai. Mit ihnen verliess er im Jahre 2475 Mordor und brandschatze Osgiliath, die grösste Stadt von Gondor. Die Uruk-Hai waren mannsgross, stark und von ebenmässigem Körperbau. Obgleich sie echte Orks waren - schwarzhäutig, luchsäugig, mit Fängen und Klauen bewehrt -, fürchteten sie nicht das Sonnenlicht.
In den folgenden Jahrhunderten verbündeten sich die Uruk-Hai und die gewöhnlichen Orks mit den Dunländern, den Balchoth, den Wagenfahrern, den Haradrim, den Ostlingen von Rhûn und den Korsaren von Umbar. Im Jahre 1980 wurde Moria von einem mächtigen Balrog in Besitz genommen. Mit ihm kamen die Orks des Nebelgebirges und vertrieben die Zwerge aus ihrem alten Reich.
Die entzürnten Zwerge sannen auf Rache, und von 2793-2799 führten sie einen siebenjährigen erbitterten Krieg gegen die Usurpatoren, bei dem fast alle Orks aus dem Nebelgebirge erschlagen worden. In der Schlacht von Azanulbizar vor dem Osttor von Moria wurde der Heermeister der Orks, Azog, getötet und sein Kopf auf einem Pfahl zur Schau gestellt.
Im Jahre 2941, nach dem Tod des Drachen Smaug, zogen die Ork-Krieger von Gundabad unter der Führung des Bolgs, des Sohnes von Azog, nach Erebor und stellten sich den Zwergen in der Schlacht der Fünf Heere, wurden jedoch vernichtend geschlagen. Auch Bolg fand bei den Kämpfen den Tod.
Im Ringkrieg, der letzten grossen kriegerischen Auseinandersetzung des Dritten Zeitalters der Sonne, kämpften die Orks an allen Fronten. In der entscheidenden Schlacht sammelten sich alle Kräfte von Mordor vor dem Schwarzen Tor und griffen auf Saurons Befehl die vereinten Heere des Westens an. Doch in diesem Augenblick wurde der Eine Ring der Macht, der die böse Welt Saurons zusammenhielt, zerstört. Die mächtigsten Diener des Dunklen Herrschers wurden von den Flammen verzehrt, er selbst löste sich in Rauch auf, und die Orks vergingen wie brennendes Stroh. Obgleich einige von ihnen überlebten, gewannen sie nie mehr ihre frühere Macht zurück und verschwanden allmählich vom Antlitz der Erde.